Paprika-Leinsamen-Chips

Paprika-Leinsamen-Chips

Ein ganz einfaches Rezept, köstlich zu kleinen Sprossen wie Kohlrabisprossen.

Zutaten:

  • 200 g goldene Leinsaat
  • 300 g rote Paprika
  • Salz nach Geschmack

Zubereitung:

  1. Weiche die Leinsamen für sechs bis zwölf Stunden in 430 ml Wasser ein.
  2. Püriere die gequollenen Leinsamen mit Paprika und ggf. Salz im Mixer (nicht ganz fein – Stückchen sind lecker).
  3. Streiche die Masse dünn (!) auf Dörrfolien auf und trockne sie im Dörrgerät durch.

5 Replies to “Paprika-Leinsamen-Chips”

  1. Hallo, liebe roHmantiker,
    ich habe Euch bzw. Dich, lieber Benedikt, im Nachtcafé, gesehen bzw. erst dort von Euch gehört.
    Auf den Beitrag will ich gar nicht erst eingehen, da Du bereits das meiste dazu gesagt hattest, zudem wurde, wie soll es anders sein bei Menschen, denen etwas fremd ist, wurde es etwas ins Lächerliche gezogen.
    Auch mir ist die Ernährung in dieser Art fremd. Wir ernähren uns hauptsächlich vegetarisch /vegan und kochen auch.
    Gerne würde ich Sprossen ziehen und diese in meine Nahrung einbauen.
    Ich habe nun meinen 1. Versuch gestartet mit Sonnenblumen, Buchweizen, Quinoa und Kichhererbsen in Keimgläsern; einen Keimmix im Keimgerät.
    Ich fühle mich wie der 1. Mensch und bin total verunsichert.
    Ich weiß nicht, welches Wasser ich nehmen soll oder darf, da das Leitungswasser auf Mallorca gechlort ist und wir es daher nicht verwenden; man kann nur auf Wasser in Plastikflaschen zurück greifen. Im Internet hatte ich von detilliertem Wasser gelesen; wäre das wirklich eine Alternative?
    Ausserdem dauert das Keimen meiner Meinung nach länger als meist angegeben .
    Gewarnt wird vor Schimmelbildung, also habe ich Sorge, hier Fehler zu machen, so das die Keimlinge dann mehr schaden als nützen.
    Ihr esst alles roh; das wage ich derzeit noch nicht; im internet wird z.b. darauf hingewiesen, das Kichhererbsen und Quinoa besser noch kurz gekocht werden sollten; Quinoa u.a. wegen der sog. Fressfeinde.
    Wo bezieht Ihr Eure Saaten?

    Über eine Antwort von Euch würde ich mich sehr freuen.
    Herzliche Grüße
    Brigitte

    1. Liebe Brigitte,

      Danke für deine freundlichen Worte!
      Integration von Sprossen ist sicher auch bei Kochkost eine gute Idee.

      Bei uns steckt hinter der Sprossenzucht inzwischen jahrelange Expertise, gewachsen unter Versuchen, Lesen, Optimieren. Ich kann dir an dieser Stelle keinen befriedigenden Crashkurs geben, nur ein paar Bemerkungen:
      1. Dein Keimglasversuch klingt weniger nach Sprossen als nach Keimlingen. (Der Begriff „Keim“ ist negativ konnotiert, daher sagen Viele auch „Sprossen“ dazu. Wir meinen mit Sprossen aber dem Wortsinn nach das, was über dem Samen wächst.) Da müsste ich nun wissen, ob du geschälte Sonnenblumenkerne und Buchweizenkörner verwendest (eignen sich nicht für echte Sprossen, eben nur für Keimlinge). Kichererbsenkeimlinge empfehlen wir gar nicht (zu viel Phasin immer noch). Quinoa kannst du auch aussähen und Sprossen (Gras) ziehen.

      2. Wasser: Weiches Quellwasser ist am besten. „Destilliertes Wasser“ im Handel ist leider nicht echt destilliert, sondern chemisch demineralisiert, enthält leider unpolare Verunreinigungen. Klappt sicher, hätte ich aber kein gutes Gefühl.
      Du könntest das gechlorte Wasser einfach in einem offenen Eimer stehen lassen, dann verflüchtigt sich das Chlor. Da würde ich aber experimentieren, ob die Sprossen nicht auch mit Chlor wachsen. Bleibende Rückstände sollte es durch das Chlor in den Sprossen nicht geben.
      Mittelfristig würde ich in eurer Situation über einen Umkehrosmosefilter nachdenken, es gibt inzwischen Anleitungen, wie man die auch günstig selbst baut. Das käufliche Trinkwasser in Flaschen enthält zum Trinken viel zu viele Mineralien. (Mehr als 60 ppm TDI sollte Trinkwasser nicht mitbringen.)

      3. Vergiss die Angaben zur Keimdauer auf den Samentüten. Das ist ganz unterschiedlich, abhängig von Einweichmethode, Licht, Temperatur und Luftfeuchtigkeit.

      4. Schimmel gibt es bei uns manchmal auf der Erde und den dort ausgestreuten Samen. Wenn man die Sprossen oben abschneidet, ist auch das kein Problem. Im Keimglas schimmelt eigentlich nichts, dort können andere Faulprozesse eintreten, das merkt man aber an der Farbe, der Konsistenz (matschig) und vor allem dem Geruch. Wenn du Angst vor gefährlichen Keimen hast, gib einige Tropfen Wasserstoffperoxid (food grade!, z.B. 12 %) ins Einweichwasser (z.B. bei Bockshornklee).

      5. Kichererbsen sind nicht für den menschlichen Verzehr bestimmt (wie alle Hülsenfrüchte und alles weitere, was man nicht roh essen sollte). Es gibt ein Keimstadium, da ist der Phasingehalt minimal, die Keimlinge also erträglich. Wir lassen es dennoch. Quinoa hat in der frühen Phase einen Fraßschutz (wie Alfalfa). Auch hier schmecken uns die Keimlinge nicht besonders (bitter). Quinoagras ist aber interessant.
      Allerdings, wenn ihr ohnehin kocht, koch doch den Quinoa. Mineralien werden ja nicht zerstört, und das ist die Stärke des Quinoa.
      Bezugsquellen sind verschieden, teils örtliche Bauern, teils Bio-Großhandel, teils online-Anbieter. Ungeschälte Sonnenblumenkerne im 10 kg-Sack beispielsweise bei Camena-Samen.

      Ein ganz ausführlichen Ratgeber zu allen denkbaren Sprossen findest du hier. Silke beschreibt jede Sprossenart liebevoll mit Eigenarten und jeweiligen Inhaltsstoffen. Ideal, um sich zusätzlich theoretisches Wissen anzueignen.

      In unserem großen Ebook findest du ebenfalls ein großes Kapitel zur Sprossenzucht. Unser Schwerpunkt liegt weniger auf Vollständigkeit (nur rund 20 Sorten) als auf Praktikabilität (Platz-, Kosten-, Zeiteffizienz) und großen Mengen. Wir ziehen ja das Grundnahrungsmittel für eine sechsköpfige Familie selbst.

      Ich hoffe, du kannst damit etwas anfangen und bist nicht ganz abgeschreckt!

      Lieben Gruß
      Benedikt

  2. Das sieht zwar unkonventionell, aber wirklich lecker aus!
    Scheint auch nicht schwierig zu sein.
    Mit Dörrgeräten kann man wirklich viel machen, in letzter Zeit finde ich sie immer wieder in Rezepten.
    Vielleicht ist es Zeit mir selber eines zuzulegen.
    Hast du da eventuell ein paar Tipps worauf man achten sollte?
    Ich denke ja so eins mit Einschubystem, wie bei dem http://www.vitality4life.de/kuechengeraete/doerrautomaten/, ist am praktischsten.
    Da kann man das zu dörrende immer auch gleich ansehen.
    danke schonmal – Patty

    1. Die Dörrgeräte sind eine Krücke, um in die lebendige roh-vegane Ernährung umzusteigen, etwa um mehr Abwechslung zu haben. Wir benutzen es schon viel weniger als früher, eher für Naschereien als für die tägliche Ernährung.
      Ich habe nochmal auf die Dörrgeräte geschaut: Sind günstiger als Sedona Classic, haben den Komfort der zwei Lüfter nicht und die Bedienelemente oben, können also nicht in ein Fach oder bestapelt werden. Eventuell lohnt sich aber der Preisunterschied.
      Für uns war damals das Kriterium für Sedona gegen Excalibur, dass Sedona die Temperatur zuverlässiger einhält (zumindest der ältere Excalibur ist häufig heimlich einige Grad höher gegangen). Dazu ist er leiser und verbraucht weniger.
      Das kann ich natürlich alles für die BioChef nicht beurteilen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.