Wir Veganer sind noch nicht genug!

Veganismus als kraftvollster Ansatz zur Rettung des Planeten

Mit unserem Internet-Auftritt postionieren wir uns als Rohköstler.
Rohköstler, die sogar noch innerhalb dieser Nische einen Sonderweg eingeschlagen haben, indem sie sich vorwiegend von Sprossen und Kräutern ernähren und weitgehend auf Obst und sogar Gemüse verzichten.

Geld verdienen wir, indem wir für die Hippocrates-Ernährung alltagstaugliche und kinderfreundliche Rezepte entwickeln, und unser praktisches Wissen zur Sprossenzucht weitergeben.

Das bringt Freude und fühlt sich an wie eine gute, sinnerfüllte Arbeit.

Es ist aber ganz wichtig, innerhalb dieser Nische den Sinn für das große Ganze nicht aus den Augen zu verlieren.

Natürlich kann ich mich zeitfüllend mit anderen Rohkost-Bloggern auseinandersetzen, weil ich ihre Art der Rohkost, in der Nüsse, Avocados und Samen bunt mit Obst vermixt und zu leckeren fettsüßen Shakes verarbeitet werden, für alles andere als gesund halte.

Wenn ich andernorts lese, wie Sojaprodukte heiß gebraten und zu weißen Nudeln serviert werden, gruselt es mich gelegentlich.

Nun, vielleicht geht es wesentlich gesünder. Dennoch sind diese Blogger wie wir immer noch Pioniere, die eine gaaaaaaanz wichtige Arbeit leisten.

Es ist wichtig, mich meiner veganen Wurzeln zu erinnern. Wie anders sah es vor sieben, acht Jahren noch aus!

Veganismus ist heute nicht mehr nur ein Thema für eine unsichtbare Randgruppe. Wir sind viele geworden.
Als Veganer können wir uns inzwischen in jeder Stadt mit vielen Gleichgesinnten treffen, uns in den sozialen Medien gegenseitig austauschen und bestärken, es ist sogar gar nicht mehr illusorisch, sich bei der Partnersuche auf diese Einschränkung zu versteifen.
Vegane Produkte sind gut gekennzeichnet und überall erhältlich.

Wir könnten uns ausruhen und uns zufrieden in unserer gewachsenen veganen Szene tummeln. Spätestens seit der ADA-Studie wird uns auch kein an die Wand gemaltes Mangelgespenst mehr schrecken.

Das Problem ist nur: Wir sind noch nicht viele genug. Selbst wenn wir Veganer 50 % der Bevölkerung stellten, hielte der Planet den Fleischkonsum der anderen 50 % nicht aus.
Die Gesellschaft der Zukunft ist eine vegane Gesellschaft. So hart das klingt, denn für eine andere Gesellschaft gibt es keine Zukunft.

Deshalb, ihr lieben Veganer: Aufwachen!

Es gibt noch eine Menge Aufklärungsarbeit zu leisten, geäußerten Bedenken respektvoll zu begegnen, andere Meinungen und Konditionierungen zu respektieren, aber sie nicht zu akzeptieren. Kurz, den veganen Gedanken in die Welt zu tragen, im Internet wie im sozialen Umfeld.

Ich ertappe mich gelegentlich, wie ich Diskussionen mit Fleischessern am liebsten einfach aus dem Weg gehe. („Hat ja doch keinen Sinn“.) Es erfordert richtig Disziplin, in einer Gesprächssituation nicht einfach über den Unterschied hinwegzulächeln, sondern ein klares Statement abzugeben wie: „Doch, auch die Kinder bekommen genügend Eisen – aber für unseren Planeten gibt es ohne viel mehr Veganer ohnehin keine Zukunft.“
Selbst wenn in der Situation keine Zeit für Details ist, kann dieser Satz nachklingen. Entwickelt sich das Gespräch, ist Faktenwissen von großem Nutzen. Die ADA-Studie, die die tendenziell lobbynahe DGE widerlegt, oder die bekannte Studie des Wold Watch Institutes, nach der 51 % der menschgemachten Treibhausemissionen aus der Tierhaltung stammen.
Ich merke bei mir, je frischer die Inputs zum Veganismus sind (auch wenn mir inhaltlich nichts Neues begegnet), desto geneigter bin ich, mich Diskussionen zu stellen.

Außerdem kann man auch bei veganer Ernährung eine Menge falsch machen. Die nicht-vegane (Bio!-)Durchschnittskost der letzten Jahrhunderte ist nicht unbedingt das, was uns Menschen die höchstmögliche Gesundheitsspanne ermöglicht, dennoch hat sie sich für durchschnittliche Gesundheit bewährt. Das Weglassen eines Teils davon ist, auch wenn du die meisten neuen Industriegifte in der Nahrung vermeiden kannst, mit Vorsicht und Sorgfalt anzugehen.
Höre zu, was langjährige Veganer zu sagen haben und beobachte deinen Körper aufmerksam!

Ich empfehle dir, in den kommenden Online-Kongress zum Weltvegantag hineinzuschauen. Dieser startet am 1. November.
Unter anderem wird Brian Clement, der Leiter des Hippocrates Health Institutes, auf dessen Ernährung sich unsere eigene entwickelt hat, zu hören sein, auch die meisten anderen bekannten Namen der Vegan- und Rohkostszene wirst du finden.

Die Interviews sind kostenlos zu sehen. Wie bei diesen Kongressen üblich, kannst du im Anschluss das komplette Paket käuflich erwerben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.