Sprossen und Spiritualität

Seit ich täglich größere Mengen frischer Sprossen verzehre, erlebe ich eine erneut enorm gesteigerte Feinfühligkeit und intensivere Wahrnehmungsfähigkeit.

Der erste Schub kam vor bald sieben Jahren mit dem Veganismus, der zweite mit der reinen Rohkost vor drei Jahren.

Dieser dritte Schub, mit dem Beginn Hippocrates-Ernährung vor zwei Jahren, ist jedoch mit Abstand der mächtigste. Woran kann das liegen?

Ich will nicht verschweigen, dass mit dieser Veränderung auch eine gesteigerte Empfindlichkeit, psychisch und physisch, einhergegangen ist, die nicht nur angenehm ist. Niemals würde ich das jedoch wieder eintauschen wollen, denn trotz manchmal intensiverer Schmerzen ist das Leid viel kleiner geworden.

Julia beobachtet ganz ähnliche Veränderungen an sich, ihrem Körper und ihrer Wahrnehmung – und wir beide sehen es in besonders auffallendem Maße bei den Kindern. Bei diesen staunen wir zusätzlich über die geradezu unwahrscheinliche Konzentrationsfähigkeit.

Viele Menschen berichten mir, dass sich ihr Erwachensprozess in den letzten Jahren beschleunigt habe. Die Energien seien einfach stärker geworden.
Ein kollektives Erwachen scheint um sich zu greifen.

Das genügt mir aber nicht als Erklärung für mich. Der zeitliche Zusammenhang mit der Ernährungsumstellung ist einfach zu deutlich.

Nun habe ich kürzlich in einem Interview von Dieter Broers die Aussage gehört (man mag von seinen Ansichten im Allgemeinen halten was man möchte), dass die Frische der Nahrungsmittel wesentlich sei für die Aktivität der Zirbeldrüse, lt. Broers der „Masterdrüse für Bewusstseinsprozesse“.

Gekochtes ist grundsätzlich nicht mehr frisch. Aas schon gar nicht. Salat und Gemüse, einige Tage im Kühlschrank aufbewahrt, auch nur noch eingeschränkt. So richtig frisch sind gerade gepflückte junge Kräuter – und eben selbst gezogene Sprossen.

Ich behaupte (Evidenzstufe 1 – meine eigenen und von mir interpretierten Erfahrungen), dass der Verzehr von Sprossen meinen Weg auf dem Pfad des Erwachens begünstigt.

Eat more sprouts!

3 Gedanken zu „Sprossen und Spiritualität

  1. Mit meiner Umstellung auf Rohkost hat sich meine Feinfühligkeit deutlich gesteigert. Ich möchte diese Feinfühligkeit auf keinen Fall mehr missen und habe auch nicht das Bedürfnis sie zu dämpfen. Deshalb bin ich schon sehr gespannt auf deinen Artikel „Der Wunsch nach dämpfender Nahrung“.

    Die Welt, die sich einem nach der Umstellung auf Rohkost öffnet, ist neu und ungewohnt, aber auf der anderen Seite fühlt sie sich sehr vertraut an. Ein Zurück käme mir vor, als müsste ich mit Scheuklappen oder einer Sonnenbrille durchs Leben gehen und mich der Gefahr aussetzen, immer wieder über Hindernisse zu stolpern, die ich aufgrund der eingeschränkten Sicht nicht erkennen kann. 🙂

  2. Genau das gleiche sagt mir meine Frau auch.
    Ich dachte es hat mit ihrer hochsensibilität zu tun (das natürlich auch)aber seit einem 3/4 Jahr ißt sie Vegan und glutenfrei.
    Ich bewundere das sehr, weil ich es nicht einmal schaffe vegi zu sein. Okay hat auch was mit dem Wollen zu tun (grille für mein Leben gern Fleisch und habe angst zu sensibel zu werden egal)

    Aber und jetzt kommts: die „Leichtigkeit“ des Essens macht ihr zu schaffen. Vor allem in der Kalten Jahreszeit. Dann müssen Pommes und Tofuwürstel her wenn es schnell gehen muss
    Okay sehe ich werde viel zu lange
    Lg Robert

    1. Lieber Robert,

      herzlichen Dank für deinen Beitrag und das Teilen eurer Erfahrungen!

      Ich kann dich und auch deine Frau sehr gut verstehen. Genau dazu habe ich bereits einen Artikel verfasst, der in Kürze erscheinen wird, Thema: „Der Wunsch nach dämpfender Nahrung“.
      Du schreibst vom „Wollen“. Ich stimme dir zu, es ist eine Entscheidung, diesen Schritt zu tun, ein Sprung ins Unsichere, Unbehagliche. Aber auch ins Große, Weite, Reiche, in die Fülle.
      Die Wahrnehmungswelt wird größer und anfangs unheimlicher, da neu und ungewohnt.

      Nach meiner Erfahrung lohnt es sich aber, ein Zurück gibt es für mich nicht mehr. Ich glaube, die Evolution will das mit uns Menschen machen, uns in zweierlei Hinsicht vom Tierischen wegholen.

      Dabei respektiere ich auch deine Entscheidung, in der Behaglichkeit zu bleiben!

      Alles Liebe und Gute euch!

      Benedikt

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