Magic Moment

Es sind diese Kleinigkeiten, die mein Leben so reich machen.

So wie heute erlebt:

Mein Zweijähriger setzt sich auch mein Knie und öffnet den Mund, damit ich ihm die Zähne putzen kann.
Friedlich und vertrauensvoll.

Üblicherweise weint er, jeden Abend, wenn ich mit der Bürste nahe, bevor Julia ihn ins Bett bringt. Zunächst auch heute.
Irgendetwas ließ mich jedoch innehalten in der traurigen Routine des Zwangszähneputzens. Ich fragte ihn einfühlsam, ob er gerne noch einmal gerutscht wäre – seine Geschwister hatten im Schlafzimmer aus einem langen Brett etwas aufgebaut, worauf er unter seinen Tränen nickte. „Gehst du noch einmal mit mir rutschen und danach putze ich deine Zähne?“ – „Ja.“

Dieses eifrige patschende Stapfen, wie immer splitternackt, der kleine feste Griff seiner Hand um meinen Daumen, das Strahlen beim Rutschen und dann der überraschend so friedliche Zahnputz … mein Gefühl, meine Gänsehaut, meine Beglückung, meine Ehrfurcht … sie waren so intensiv, dass ich sie gerne mit vielen teilen möchte.
Und beim Aufschreiben noch einmal auskosten.

Überhaupt lese ich selbst sehr gerne, wenn andere von ihren magischen Momenten berichten. Das lenkt meine Aufmerksamkeit so freundlich auf das Wunder im Jetzt.

Wie stehst du dazu?
Überflüssig oder bereichernd?

Poste gerne hier einmal deine Meinung und vielleicht sogar deine eigenen magischen Momente.
Danke!

Benedikt

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