Gedanken zum Herbst – mit Rezept!

Lena, von Kraftort Rohkostküche hat zur „Erntedank“-Blogparade aufgerufen. Dies ist unser Beitrag dazu:
„Der Herbst ist des Jahres
schönstes farbiges Lächeln“
Willy Meurer

Der Herbst ist nicht nur das farbigste, sondern eindeutig auch das schillerndste jahreszeitliche Erlebnis.
Er ist alles andere als ungemütlich.

Der Herbst wärmt und gibt Kraft.
Er sorgt für Reinigung.
Erwirkt fast wie eine Droge des Genusses und der Lebensfreude.
Einschränkungslos kann DEN Herbst nur genießen, wer gelernt hat, auch ausschließlich den Augenblick zu leben.

Spätestens im Herbst wird klar: Jede Lebenszeit auf dieser Erde – ob für Mensch oder Tier – ist begrenzt.
Es ist die beste Jahreszeit, dir Gedanken über das Leben zu machen, die beste Zeit loszulassen.

Loslassen ist nicht einfach, das weiß jeder, es kann Sturm und Wind in dir entfachen.
Aber auch das gehört zum Herbst.

Dafür brauchst du Ruhe und Stille, wie die Natur.

Höre und fühle in dich.
Stell dir dabei diese zwei Frage:

Was stimmt im Moment in meinem Leben nicht?
Was möchte ich loslassen?

Das Alte, das was du jetzt los lassen willst, hat dir einmal gedient, vergiss nicht, Danke zu sagen.
Nach dem Abschied lasse es in Liebe davon ziehen.

Glaube fest daran, dass das Leben dich – in seiner vollen Pracht und Blüte- wieder wach küssen wird.

Im Frühling!

Bis dahin versüßen wir dir den Herbst!

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Vor ein paar Tagen ist Julia auf ein Gourmet-Rezept von Tilia’s gestoßen: Schoko-Nuss-Croissants.

Julia passt alle Rezepte, die sie anleckern, sofort auf unsere rohköstliche Hippocrates-Ernährungsweise an, die beinhaltet:

Kein Zucker (auch kein Fruchtzucker) und Fett nur in Maßen, dabei möglichst viele Sprossen.

Voila, heute zeigen wir dir, wie das bei Schokocroissants funktionieren kann!

Schokocroissants passend zum Herbst

Roh, vegan,
ohne irgendeinen Zucker,
ohne Kakao, dabei unbeschreiblich lecker!

Gourmetrohkost nach der Hippocrates-Ernährung.
Keine Fruchtsüße, nicht zu viel Fett.

Schokocroissant-ganz-copyright

Zutaten für den „Blätterteig“:

• 500 g Hokkaido-Kürbis
• 100 ml Quellwasser
• 50 g gekeimter Buchweizen
• 100 g aktivierte Paranüsse
• 50 g aktivierte Chiasamen
• 25 g aktivierte Leinsamen
• ¾ TL getrocknete Orangenschale in Pulverform
• 1 EL Flohsamenschalen
• 30Tr. Stevia Fluid

Zutaten für die Schokolade:

• 85 g Kakaobutter
• 85 g Mandelmus aus aktivierten Mandeln
• 25 g Carob (unbedingt roh, auch für den Geschmack sehr wichtig!)
• 25 Tr. Stevia Fluid
• ¼ TL Vanille

Bevor wir dir die Herstellung perfekter Croissants erklären noch ein Hinweis: Der getrocknete Teig schmeckt mit der Schokolade in jedem Fall köstlich und nach Schokocroissant, auch wenn dir andere und einfachere Formen gelingen. Die beschriebene Vorgehensweise des Einrollens erfordert eine gewisse Übung und Zeitaufwand.

Zubereitung des Blätterteigs:

  1. Paranüsse pulverisieren und aus dem Mixbehälter entfernen.
  2. Nun Leinsamen, Chia und Flohsamen gemeinsam pulverisieren und zu den Paranüssen geben.
  3. Püriere den Kürbis und den Buchweizen mit Wasser, Orangenschale und Stevia fein. Gib nun das Pulver hinzu und mixe erneut.
  4. Streiche die Masse gleichmäßig auf drei Dörrfolien (wird dünn) aus und ritze sie wie auf dem Foto ein (auf dem Foto ist sie schon angetrocknet, daher sind die Rillen so breit). Achte beim Einritzen darauf, die Teile komplett zu trennen.

Schokocroissants-Teig-copyright

Nun gibt es zwei Varianten. Variante a) ist die aufwändige für die ganz „haute cuisine“: Die Croissants bekommen keinerlei Risse und können optisch vollendet angerichtet werden. Variante b) gelingt auch zuverlässig, es sind aber nur weniger Schichten und dabei kleine Risse möglich. Sie ist sinnvoll, wenn du zeitlich ungebunden sein möchtest, oder, wenn du den Blätterteig auf Vorrat herstellen und länger lagern willst.

Variante a):

  1. Trockne die Masse bei 42°C für ca. 7 h im Dörrgerät, bis sie oben trocken ist (nicht länger!), entferne die Dörrfolie und wende die Dreiecke. Trockne sie für eine weitere Stunde. Biege sie nicht, probiere die Rollbarkeit nicht aus!
  2. Stelle in der Zwischenzeit die Schokolade her. Das Mandelmus solltest du aber schon zuvor bereit haben, sonst genügt die Stunde evtl. nicht.
  3. Bestreiche die größeren Dreiecke (die halben kannst du anderweitig verwenden) mit dem Finger auf der jetzt obenliegenden, glatten Seite mit Wasser, bis sie gerade ganz benetzt sind und warte fünf Minuten.
  4. Schneide nun vorsichtig evtl. gewölbte Ränder der Dreiecke mit einer scharfen Schere ab (du entfernst wenige mm breite Streifen).
  5.  Streiche die flüssige Schokolade (ist sie zu zäh, kannst du nicht rollen) auf ein Dreieck, klebe zügig das nächste bündig darauf und bestreiche dieses ebenfalls mit Schokolade. Wiederhole dies, bis du mindestens zwei, maximal vier Schichten hast.
  6. Nach dem Bestreichen der letzten Schicht rolle das Sandwich sofort von der Seite gegenüber der Spitze her ein, nicht zu schnell und nicht zu zögerlich. Klebe die Spitze ggf. mit einem zusätzlichen Tropfen Schokolade fest.
  7. Das entstandene Schokocroissant lässt du am besten im Kühlschrank hart werden, wenn nicht jemand dabei steht, der es sofort lauwarm verzehren möchte.

Schokocroissant-halbiert-copyrightVariante b):

  1. Trockne die die vorgeschnittenen Dreiecke auf der Dörrfolie komplett durch, ohne sie zwischendrin zu wenden (vermeide auch unbedingt ein probeweises Anheben von der Folie!).
  2. Wenn die Teile ganz trocken sind, ziehe sie vorsichtig (sie sind etwas brüchig) von der Folie ab.
  3. Schneide ganz vorsichtig eventuell hochgewölbte Ränder mit einer scharfen Schere ab – die Dreiecke sollen ganz eben sein. (Nun kannst du sie lagern.)
  4. Benetze die glatte Seite mit dem Finger mit Wasser und massiere es leicht ein.
  5. Lass die Dreiecke nun für mindestens 30 min ziehen. In dieser Zeit kannst du die Schokolade herstellen (das Mandelmus solltest du jedoch schon zuvor bereit haben).
  6. Streiche die flüssige Schokolade auf ein Dreieck. Klebe sofort das nächste darauf und bestreiche wieder mit Schokolade – wiederhole dies noch höchstens ein weiteres Mal.
  7. Rolle nun sofort (bevor die Schokolade zu erstarren beginnt) über die kürzeste Seite gegenüber der Spitze ein. Fixiere ggf. die Spitze zum Schluss mit einem zusätzlichen Tropfen Schokolade. Fertig.

Zubereitung der Schokolade:

  1. Kakaobutter mit Mandelmus vorsichtig zum Schmelzen bringen: Wir legen einen Edelstahlteller auf die Herdplatte, schalten auf kleinste Stufe, rühren fleißig und kontrollieren die Temperatur laufend, um 42°C nicht zu überschreiten. Wenn du mehr Zeit hast, kannst du auch im Dörrgerät schmelzen.
  2. Gib nun die übrigen Zutaten dazu und verrühre alles mit einer Gabel

Anmerkungen:

• „Aktiviert“ bedeutet: ca. 24 h eingeweicht, durchgespült (mit Ausnahme der Chiasamen – die kannst du nicht ausspülen) und dann wieder getrocknet. Das lohnt sich geschmacklich und gesundheitlich!
• Mandelmus her, indem du aktivierte Mandeln bei niedrigerer Drehzahl im Mixer unter laufender Temperaturkontrolle zermust, bis das Öl austritt. Alternativ kannst du auch Kraftsport mit der Mohnmühle betreiben – das gibt das beste Mandelmus!
• Gekeimter Buchweizen: Geschälte Buchweizenkörner ca. 12 h in Wasser einweichen, (am besten in einem Keimglas mit Siebdeckel) dann gründlich ausspülen, bis kein Schleim mehr kommt, Keimglas umdrehen und keimen lassen, bis die Triebe ca. 1 cm lang sind. Unterdessen zweimal täglich durchspülen.
• Wenn dein Mund an Fruchtzucker oder anderen Zucker gewöhnt ist, kann es sein, dass dich die Steviasüße nicht zufriedenstellt. Verzichte daher einige Stunden zuvor auf jede andere Süße. Ohnehin sind Zucker und fetthaltige Samen/Nüsse eine ungünstige Kombination.

Hier die DRUCKVERSION.

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Dann werft doch mal einen Blick, in die Vorschau, von unserem bald erscheinenden Rezeptbuch.

 

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